Was ist eine Kopfnote?

Was ist eine Kopfnote?

8. Februar 2017 Aus Von Redaktion

Die Kopfnote vermittelt den ersten Eindruck eines Parfums, denn es sind diese, die man nach dem Auftragen am ersten riecht und damit wichtig für den Verkauf sind.

Bei Parfum unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Noten:

Gleichwohl verblassen diese am schnellsten und hinterlassen die Herz- und Basisnoten, die letztendlich das Herzstück des Parfüms bilden.

Typische Kopfnoten sind: Bergamotte, Pfirsich, Zitrone, Koriander, Grapefruit, Pfeffer oder Rosenholz.

Die Kopfnote macht 20-40 % der Mischung aus.

Was ist eine Kopfnote?

Wer eine Parfümflasche öffnet, der nimmt als ersten Eindruck nur die sogenannte Kopfnote wahr. Es ist die Kopfnote oder auch Topnote, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt, obwohl sie bereits nach fünf bis zehn Minuten wieder verfliegt. Anders als die Basisnote kann sich die Kopfnote auch beim Auftragen auf die Haut nicht vollkommen entfalten. Sie hat jedoch einen entscheidenden Vorteil, den die Basisnote und die Herznote nicht haben: Die Kopfnote ist für den Erfolg und für die Vermarktung eines Parfüms zuständig.

Die Komposition muss stimmen

Wenn ein Parfümeur über die Zusammensetzung eines neuen Duftes nachdenkt, macht er sich zuerst Gedanken über die Komposition der Kopfnote. Sie entscheidet darüber, ob ein Parfüm ein Erfolg wird oder als Ladenhüter in einer dunklen Ecke einer Parfümerie verstaubt. Bekanntlich ist der erste Eindruck immer der beste, also muss derjenige, der das Parfüm testet, von der Kopfnote überzeugt sein. Ist er es nicht, dann hat das Parfüm einen schweren Stand, selbst wenn die Herz- und die Basisnote den eigentlichen Duft bestimmen. Um auf Nummer sicher zu gehen, verlassen sich die Parfümeure bei der Mischung der Kopfnote auf altbekannte Düfte, die schon vielen Parfüms zu großem Erfolg verholfen haben.

Welche Düfte sind besonders beliebt?

Es gibt einige Duftnoten, die sich in vielen erfolgreichen Parfüms wiederfinden. Zu diesen Düften gehören unter anderem:

  • Pfirsich
  • Bergamotte
  • Zitrone
  • Grapefruit
  • Pfeffer
  • Rosenholz
  • Koriander

Sie sind die sogenannten „Opener“, sie eröffnen den Duft und sie sind es, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wichtig ist, dass in der Kopfnote sowohl frische als auch würzige Aromen zu finden sind, denn sie kommen besonders gut an.

Die guten Eigenschaften der Kopfnote

Nicht nur bei Parfüms spielt die Kopfnote eine entscheidende Rolle. Auch wenn es um die Heilkraft von ätherischen Ölen geht, ist der erste Eindruck der Wichtigste. Der Duft, der mit dem Kopf wahrgenommen wird, daher auch der Name Kopfnote, macht fröhlich und wach. Er erfrischt und motiviert, steigert die Aufmerksamkeit und regt an, aber ohne aufzuregen. Auch in der Medizin sind die Düfte, die der Mensch mit dem Kopf wahrnimmt, von Bedeutung. Auf physischer Ebene haben diese Aromen die Fähigkeit, Schleim aus den Atemwegen zu lösen, sie wirken antibakteriell, antiviral, sie straffen das Gewebe und sorgen für eine bessere Durchblutung. Anis gehört zu den Aromen, die bei den ätherischen Ölen den ersten Eindruck vermitteln. Dazu kommen Basilikum, Eukalyptus, Lavendel, Pfefferminze, Mandarine und Tagetes.

Zitrus macht das Rennen

Es sind die frischen Zitrusdüfte, die in der Regel die Kopfnote dominieren. Zitrone, Limone und Orange sind hier die Favoriten, auf die kein Parfümeur verzichten kann. Beliebt sind auch würzige Düfte, vor allem die ätherischen Öle von Nadelbäumen. Das Öl der Douglasfichte und der Zirbelkiefer finden sich in der ersten Note, die von einem Parfüm wahrgenommen wird. Vielfach gehen diese Düfte von der Kopf- in die Herznote über und halten sich entsprechend lange auf der Haut. Jedes Parfüm setzt sich aus 150 bis 250 Bestandteilen zusammen, die in unterschiedliche Noten aufgeteilt sind. Eine klassische Komposition eines Parfümeurs ist mit einer Pyramide aus verschiedenen Noten zu vergleichen. Es gibt drei Duftphasen, die alle möglichst harmonisch aufeinander abgestimmt sein sollten. Ganz unten und damit am Sockel der Pyramide, ist die Basisnote zu finden. Diese Basisnote sollte einen holzigen Charakter haben. Dann folgt in der Mitte die Herznote mit einem eher blumigen und aromatischen Duft. Ganz oben an der Spitze der Pyramide ist die Kopfnote und sie muss erfrischend sein, damit alle Duftnoten miteinander harmonieren.

Im Gedächtnis bleiben

Die Topnote ist der Duft, den jeder als Erstes wahrnimmt, der sich ein Parfüm auf die Haut sprüht oder tupft. Um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und um im Gedächtnis zu bleiben, muss der Kopf des Parfüms erfrischend sein. Dieser Duft entfaltet sich sofort, aber die Duftphase bleibt nicht lange, die Topnote ist die Kürzeste der drei Phasen. Die Hauptaufgabe des Parfümeurs besteht also darin, einen Duft zu finden, an den sich jeder gerne erinnert. Es ist die Topnote, die den Erfolg eines Parfüms ausmacht, auf die Topnote baut sich alles auf. Wenn dieser Duft nicht stimmt, haben weder die Herz- noch die Basisnote die Chance, das Parfüm erfolgreich zu machen. Im Optimalfall gibt es zwischen den einzelnen Noten einen Synergieeffekt. Das heißt, die drei Duftphasen stärken und unterstützen sich gegenseitig, allerdings ist das nur eher selten der Fall. Leider ist es bei den meisten Parfüms so, dass die Duftphasen nicht sonderlich gut zusammenpassen. Das macht einen Duft wenig attraktiv und damit auch wenig erfolgreich.

Gibt es das perfekte Parfüm?

Manche suchen jahrelang nach dem perfekten Parfüm, andere finden es nie. Nur ganz wenige Frauen finden tatsächlich den perfekten Duft, dem sie dann ein Leben lang treu bleiben. Die meisten Frauen experimentieren mit immer wieder neuen Düften und sind letztendlich doch enttäuscht, wenn der richtige Duft wieder nicht dabei ist. Dabei ist es nicht allzu schwer, den richtigen Duft zu finden. Die folgenden fünf Tipps können vielleicht hilfreich sein:

  1. Der erste Eindruck ist entscheidend. Wenn der Duft bei der ersten Begegnung nicht stimmt, wird daraus bestimmt nicht das neue Lieblingsparfüm. Ist der erste Eindruck hingegen gut, dann stehen die Chancen gut.
  2. Niemals zu viel riechen und den ganzen Tag an vielen verschiedenen Düften schnuppern. Die Nase ermüdet schnell, daher sollten es nicht mehr als fünf Düfte pro Tag maximal sein. Mehr kann die Nase auch nicht auseinanderhalten.
  3. Bevor es zum Testen geht, keine anderen Düfte auftragen, denn jeder fremde Geruch verfälscht das Duftbild. Auch auf das Eincremen nach dem Duschen verzichten, denn auch das verwirrt die Sinne und verfälscht den Geruch.
  4. Beim Testen nicht nachdenken. Nicht immer hat der Parfümeur die bessere Nase als der normale Verbraucher. Er ist lediglich an viele unterschiedliche Duftstoffe gewöhnt und erkennt sie daher schneller wieder.
  5. Wenn es darum geht, das perfekte Parfüm zu finden, sollte Zeit keine Rolle spielen. Gute Parfümerien bieten Kaffeebohnen an, damit die Kunden den Geruch neutralisieren können. Nach jedem Dufttest einfach mal an einer Kaffeebohne schnuppern, das hilft.

Auch wenn die Kopfnote stimmt, wer ein neues Parfüm sucht, sollte sich ebenso Zeit für die Herznote und die Basisnote nehmen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / sinat

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