Kosmetiktrends

Sich zu pflegen gehört für die meisten Frauen und Männer in der heutigen Zeit einfach dazu. Die Zahl der angebotenen Produkte wird dabei immer größer, und so haben Konsumenten die Auswahl zwischen zahlreichen Artikeln, die ein gutes Ergebnis erbringen sollen.

Auch wenn herkömmliche Pflegeartikel hohe Versprechungen machen, hat sich am Markt etwas verändert. Menschen möchten auch bei der Pflege auf gewisse Punkte achten. Der Preis spielt zwar für viele Verbraucher nach wie vor eine ausschlaggebende Rolle, doch das Bewusstsein für nachhaltige, gute und natürliche Produkte hat sich stetig erhöht. Aus dieser veränderten Einstellung haben viele Hersteller ihr Angebot angepasst und bei der Fertigung die Aspekte Nachhaltigkeit sowie Tierfreundlichkeit mit einfließen lassen. In diesem Artikel erfahren Sie die TOP-Kosmetiktrends, die bewusst lebende Menschen unbedingt wissen sollten.

Weniger Kosmetik ist mehr

Menschen werden sich bewusst darüber, dass die Haut alle Stoffe absorbiert. Bereits nach wenigen Minuten sind die Bestandteile von Cremes, Seifen oder Shampoos in den Blutbahnen nachweisbar. Das darf nachdenklich stimmen – gerade dann, wenn Sie wissen, dass Sie hauptsächlich „Chemiebomben“ auftragen. Die Haut ist außerdem unser größtes Organ, das einer besonderen Pflege bedarf. Das heißt, dass der Fokus auf natürliche und gute Produkte gelegt werden darf. Diese sollten am besten chemiefrei sein.

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So ist es sinnvoll, die INCI-Liste, die auf der Verpackung eines jeden Produktes angebracht ist, zu lesen. Je weniger Zutaten ein Pflegeartikel enthält, desto besser für Ihre Haut. Lassen Sie sich vom Spruch „Weniger ist mehr“ leiten und überprüfen Sie bei etwa bei jedem Inhaltsstoff von Parfum, ob Sie ihn auf Ihrer Haut haben möchten.

Parabene wie beispielsweise Propylparaben oder Silikone (diese enden meist auf -cone) dürfen im Produkt nicht vorkommen. Außerdem können verschiedene Duftstoffe dafür sorgen, dass Ihre Haut vermehrt zu Reizungen neigt. Diese erkennen Sie daran, dass Parfume oder Fragrance steht.

Naturkosmetik immer weiter im Trend (Cleantech)

Viele Frauen legen auch bei den Schminkprodukten das Augenmerk darauf, dass die Inhaltsstoffe aus natürlichen Quellen stammen. Die sogenannte Naturkosmetik verspricht, dass gewisse chemische Stoffe erst gar nicht in den Produkten landen. So ersparen sich Nutzer zahlreiche Silikone, Parabene usw., die der Haut zusetzen und schaden können.

Der Fokus bei Naturkosmetik liegt im biologisch zertifiziertem Anbau der einzelnen Zutaten. Damit wird garantiert, dass keine chemischen Düngemittel oder Ähnliches zum Einsatz kommen. Demnach ist für viele Verbraucherinnen bzw. Verbrauchern auch die positive Haltung gegenüber den Tieren bedeutsam. Wussten Sie, dass die meisten herkömmlichen Pflege- sowie Kosmetikprodukte an Tieren getestet wurden?

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Wer sich für Naturkosmetik entscheidet, kann grundsätzlich davon ausgehen, dass für die Herstellung des Produkts keine Tiere leiden mussten. Um sicherzugehen, ob das Produkt wirklich den Auflagen der Naturkosmetik entspricht, kann auf das Siegel (zum Beispiel COSMOS Natural oder COSMOS Organic), das direkt auf der Verpackung abgebildet ist, prüfen. Das Vegan-Siegel bestätigt außerdem, dass keine Tierversuche gemacht bzw. keine tierischen Bestandteile eingebaut wurden.

Vorteile der Naturkosmetik:

  • Bessere Inhaltsstoffe (Ohne Parabene usw.)
  • Meistens für Allergiker leichter verträglich
  • Fokus auf eine faire Herstellung
  • Oftmals nachhaltigere Verpackung bzw. nachhaltiger Produktionsprozess
  • In vielen Fällen vegan und tierversuchsfrei
  • Textur und Wirkung kaum von normaler Kosmetik unterscheidbar

Wer noch einen Schritt weitergehen will, kann sich zu den sogenannten Clean-Tech-Kosmetikprodukten informieren. Hierunter verstehen Experten Produkte, in denen das Beste aus der Natur nochmals deutlich optimiert wurde. Am Ende versprechen die Hersteller Kosmetikartikel auf den Markt zu bringen, die die Kraft der Natur vereinen und gleichzeitig noch wirkungsvollere Ergebnisse erzielen.

Die Natur beschenkt uns mit zahlreichen herrlichen Substanzen und Stoffen, die gut für unseren Körper sind. Wenn Wissenschaftler diese Wirkstoffe im Labor jedoch aufarbeiten und optimieren, dann können sie noch bessere Resultate auf der Haut erbringen. Dabei wird in den meisten Fällen die Struktur, die der Stoff in seiner natürlichen Form hat, gar nicht verändert.

Menschen, die unter empfindlicher Haut leiden und manche Naturkosmetikprodukte nicht vertragen, können aufatmen. In vielen Fällen reagieren sie sensibel auf die ätherischen Öle, die man durch die Clean-Tech-Technologie nachbauen kann. Durch die schonendere Version wird die Wahrscheinlichkeit von Hautreizungen deutlich verringert, die Wirkung der Blütenessenzen jedoch bleibt die gleiche. Legen Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit, dann könnten Clean-Tech-Produkte im Vergleich zur herkömmlichen Naturkosmetik die bessere Wahl sein. Die natürlichen Bestandteile werden durch die chemische Aufarbeitung geschont. Auch der Verbrauch der einzelnen Zutaten kann so besser kontrolliert werden.

Folgende Bestandteile kommen bei der Herstellung dieser fantastischen Produkte zum Einsatz:

  • Pflanzenstoffe
  • Hefepilze
  • Bakterien

Die Clean-Tech-Produkte sind außerdem frei von tierischen Bestandteilen – demnach sind sie auch für vegan lebende Menschen zu empfehlen.

Vegane & tierversuchsfreie Kosmetik

Wie im vorherigen Abschnitt bereits angeschnitten, ist es für viele Menschen heute ein Muss, auf tierische Bestandteile in Kosmetika zu verzichten. Im Prinzip wünscht sich keiner, dass für die eigene Creme ein Tier leiden musste.

Die Auswahl an tierversuchsfreier, veganer Kosmetik wird immer größer, d.h. dass jeder passende Produkte finden kann. Wenn Sie nach dem Lesen der Inhaltsstoffliste unsicher sind, dann sollten Sie nachschauen, ob das Label der veganen Blume oben ist. Falls dem so ist, können Sie davon ausgehen, dass für diesen Artikel kein Tier schlecht behandelt wurde. Daneben bestätigen das „Siegel mit dem Hasen mit den Händen über den Kopf“ bzw. „V-Label“, dass keine tierischen Inhaltsstoffe verarbeitet oder Tierversuche gemacht wurden. Zudem kam das Produkt auch während der Produktion mit keinen anderen tierischen Bestandteilen in Kontakt.

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Ist das Siegel beispielsweise nicht auf der Verpackung abgebildet und nur die Zutatenliste auf den ersten Blick vegan, können Sie die Kontamination mit tierischen Produkten bzw. Tierversuchen nicht ausschließen.

Probiotische Kosmetik

Frauen und Männer, die unter Hautreizung, Pickelchen oder Falten leiden, wünschen sich Verbesserung. Nicht immer helfen herkömmliche Produkte, um die Probleme zu lindern.

Mit der sogenannten probiotischen Kosmetik können Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun. Unsere Zellen werden von etwa 80 – 100 Billionen Mikroorganismen besiedelt. Diese befinden sich auch auf unserem größten Organ, der Haut. Wissenschaftler konnten verschiedenste Informationen zum Mikrobiom der Haut herausfinden und machten sich den Fakt zunutze: Wenn Bakterien im Darm Entzündungen und Probleme lindern können, dann dürfte dies auch auf der Haut möglich sein.

Diese Produkte enthalten Bakterien, die dafür sorgen können, dass die Hautprobleme der Vergangenheit angehören. Dank Bakterien ist es möglich, Reizungen, die durch die zu starke Pflege der Haut oder durch die Umwelteinflüsse entstehen, zu eliminieren. Studien konnten bereits herausfinden, dass es sinnvoll ist, die Population der Bakterien auf der Haut zu verbessern. Egal, ob Sie sich für die innere oder äußere Anwendung mit Bakterien entscheiden – die Gesundheit des Körpers verbessert sich. Gerade bei Rosazea, Akne oder bei Falten können Bakterien nützlich sein.

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In vielen Produkten der probiotischen Kosmetik kommen Milchsäurebakterien zum Einsatz. Das hat einen Grund: Diese Bakterien sind für die Produktion unseres Säureschutzmantels verantwortlich. Sie können bei Hautunreinheiten oder Entzündungen helfen.

Kosmetikartikel ohne Mikroplastik

Für viele naturbewusste Menschen ist auch der Aspekt der Nachhaltigkeit bedeutend. Neben einer plastikfreien Verpackung spielt das Vorhandensein von Mikroplastik im Produkt eine Rolle. Darunter versteht man klitzekleine Teilchen aus Kunststoff (feste und unlösliche Polymere auf synthetischer Basis). In den meisten Pflegeartikeln auf dem Markt ist Mikroplastik verarbeitet. Das Problem ist, dass diese Teilchen sich im Körper ansammeln und beim Waschen direkt ins Abwasser gelangen. Am Ende können Forscher die Massen an Mikroplastik in unseren Ozeanen feststellen. Fische und andere Meeresbewohner können durch das Fressen dieser Mikropartikel sterben.

Warum wird Mikroplastik integriert?

In den meisten Fällen können Unternehmen beim Herstellungsprozess dadurch hohe Kosten sparen. Gerade bei Peelings ist Mikroplastik eine günstige Alternative zu Salz oder Kokosnussschalten. Das Plastik ist jedoch nicht nur in Peelings, sondern auch in vielen anderen Produkten zu finden.

Es gibt ein immer größer werdendes Angebot – somit hat niemand eine Ausrede, nicht darauf zu achten.

Eine kurze und unvollständige Liste von Inhaltsstoffen, die auf Mikroplastik hinweisen:

  • Polymethylmetacrylate (PMMA)
  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polyethyleneglycol (PEG)
  • Polyethylene (PE)

Fokussieren Menschen auf zertifizierte Naturkosmetika, dann laufen sie in den meisten Fällen keine Gefahr, Produkte mit Mikroplastik zu kaufen. Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten: In Naturkosmetik befinden sich keine Mikroplastik-Teilchen auf Basis vom Rohstoff Erdöl. Die Polymere können allerdings auch auf Basis von biobasierten Rohstoffen hergestellt werden. Diese sind in vielen Fällen nicht vollständig abbaubar.

Wer ein Produkt in der Hand hält, in dem  zum Beispiel Polymilchsäure (PLA) enthalten ist, sollte dies aus umwelttechnischer Sicht nicht kaufen. Dieser Stoff kann im Wasser nicht gelöst werden und ist erst nach mehreren Jahrzehnten abbaubar. Das heißt, dass auch PLA in Ozeanen zu Schäden und Problemen führt. In diesem Zusammenhang ist es notwendig darauf zu achten, Produkte zu kaufen, die kein Mikroplastik enthalten (erkennbar durch das Mikroplastik-Siegel – flustix plastikfrei, welches auch auf Biokunststoffe hinweist).

Fazit

Nachhaltig, vegan, tierversuchsfrei – die wohl wichtigsten Aspekte, um ein gutes Produkt für die Pflege zu finden. Wer seiner Haut und damit seinem Körper etwas Gutes tun will, darf unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten. Neben hautschädlichen Stoffen enthalten viele Pflegeartikel auch problematische Zutaten wie Mikroplastik, die der Umwelt schaden. Wer sich für sehr effiziente Produkte interessiert, die bei diversen Hautproblemen helfen können, liest sich zum Thema Clean-Tech oder den Produkten auf Basis von Bakterien ein.

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